Liebe Gartengemeinde,
unser Garten surft seit letzter Woche ganz eigenständig im Internet. Mal wieder so ein typisches Kai-Projekt aus der Kategorie „Dinge, die man nicht wirklich brauchte, die aber doch irgendwie ganz nett sind“. Worum geht’s?
Am großen Beet steht nun auf einem kleinen Pfosten das alte Hummelhaus, in das über die Jahre leider nie eine Hummel eingezogen ist:
(Klick auf die Bilder macht sie größer)
Vorsicht ist geboten. Im Hummelkasten wohnen anscheinend Bienen. Bienen? Ein Hinweisschild soll in den Garten einbrechende Vollidioten davon abhalten, einen Blick in den Kasten zu werfen. Denn was sich in diesem Kasten befindet, soll dort auch bleiben. Und ich glaube, wir können davon ausgehen, dass die kleinkriminellen Vollidioten, die ab und zu nach den nicht vorhandenen Wertschätzen in der Datsche suchen, nicht verdutzt zu dem Schluss kommen: „Moment mal, das ist doch ein Hummelkasten. Warum steht denn da Vorsicht Bienen? Das muss ich mir genauer ansehen.“
Wollt Ihr die Bienen im Hummelkasten mal sehen? Es folgt ein exklusiver Blick in Innere:
Und was hat es mit den Kabeln, Platinen und Dosen im Hummelkasten auf sich? Der Hummelkasten erfüllt momentan zwei Zwecke.
1.) Er macht jede Stunde ein Foto vom Garten. Noch sind die Gartenfotos noch nicht auf unserer Website eingebunden. Das folgt aber ganz bald.
2.) Er misst jede Stunde die Bodenfeuchte. Dazu steckt im Beet in unmittelbarer Nähe zum Hummelkasten dieser kleine Sensor:
Die Daten, die dieser Sensor liefert, werden bereits von unserem Gießkalender ausgewertet. Dazu gleich mehr.
Bitte seid vorsichtig beim Betreten des Beetes an dieser Stelle und beim Hantieren mit Gartenwerkzeugen.
Vom Hummelkasten aus führt ein unterirdisch verlegtes Kabel in den Geräteschuppen. Dort steht der Netzwerkrouter, der den Hummelkasten ins Internet bringt. Deshalb steckt dort nun auch ein Stecker in der Steckdose beim Lichtschalter. Bitte lasst den Stecker stecken.
Nun also noch zum Gießkalender und den Messungen der Bodenfeuchte:
Ihr findet im Gießkalender seit dem 12. Juli am unteren Ende eines Tages einen schmalen Balken, der die aktuelle Bodenfeuchte anzeigt. Ist der Balken blau und lang, sollte der Boden feucht genug sein.
Färbt sich der Balken rot ein und wird kürzer, ist es offenbar ziemlich trocken. Ist es so richtig trocken, dann erscheint ein zusätzliches rotes Warnsymbol. Da es in den letzten Tagen eigentlich immer nur sehr sehr feucht war, habe ich zum Testen Werte vom 08.07. bis zum 10.07. in der Datenbank fingiert, die einen etwas anderen Zustand als superfeucht zeigen:
Soweit die Theorie. Ob sich die Darstellung der Messwerte in Zukunft als valide erweist, müssen wir noch herausfinden. Wichtig wird es möglicherweise noch sein, den Punkt zu erfassen, ab dem der Boden wirklich so trocken ist, dass gegossen werden muss. Bitte verlasst Euch also noch nicht sklavisch auf die angezeigten Balken. Wenn Ihr demnächst im Garten seid, teilt mir doch bitte kurz per SMS mit, ob er Boden staubtrocken, sehr feucht oder gerade noch so feucht oder wie auch immer ist. Dann kann ich das mit den Messwerten vergleichen und die Anzeige justieren.
Liebe Grüße in die Runde
Kai





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